1 Mrz
2011

Diese Frage habe ich mir gestellt, nachdem ich vom Rücktritt des (Ex-) Verteidigungsministers erfahren habe. Die Bevölkerung, egal ob Wissenschaftler oder der “einfache Bürger” diskutieren kontrovers. Die einen sprechen von Notwendigkeit, die anderen von Intrige und Hinrichtung.

Welche Wahrheit ist die Richtige?

Antwort: Keine von beiden.

Was kann man Karl Theodor zu Guttenberg vorwerfen?
Er hat bei seiner Doktorarbeit geschummelt, ob absichtlich oder versehentlich sei dahingestellt. Durch die Bagatellisierung hat er an Glaubwürdigkeit verloren. Das stimmt. Das ist aber auch alles, was man ihm vorwerfen kann. Er hat einen Fehler gemacht, der nichts aber auch gar nichts mit seinem Amt zu tun hat.

Was kann man ihm zugute halten?
Er war ein sehr beliebter Politiker und hat Reformen ins Rollen gebracht, die schon lange notwendig waren. Man hielt ihn für einen Politiker, dem man gern abnahm, was er verkaufte, da er immer sehr klare Worte fand. Er hat seinen Doktortitel zurückgegeben und seinen Fehler öffentlich eingestanden. Das erfordert Mut, da er genau wusste, dass er an Glaubwürdigkeit einbüßt.

Wer hat eigentlich Schaden davongetragen?
Die Wissenschaft und Wissenschaftler, Karl Theodor zu Guttenberg selbst und sein Umfeld. Wobei die Wissenschaft sich in meinen Augen selbst geschadet hat.

Wer wähnt sich als Gewinner?
DIE LOSERPARTEIEN SPD, DIE GRÜNEN und DIE LINKE.

Mein Fazit:
Für mich ist diese von den Medien hochgebauschte Affäre eigentlich Mobbing auf allerhöchstem Niveau. Der Gemobbte ist Karl Theodor zu Guttenberg. Die Mobber sind die oben genannten Parteien und die Medien. So, wie sich die übrigen Parteien und Medien verhalten haben, haben sich für mich ebenso an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Denn diese Parteien und ihre Mitgleider haben viel schlimmere Leichen im Keller als Karl Theodor zu Guttenberg.
Beispiele:

  • Gregor Gysi (ehemaliger SED-Informant)
  • Jürgen Trittin (ehemaliger radikaler Exkommunist, Privatflüge auf Staatskosten)
  • Willy Brandt (Guilliaume-Affäre: ein Kanzler beherbergt Stasi-Spitzel)

Diese drei Politiker haben mit ihrem Verhalten unschuldige Menschen, ob vermeindliche Straftäter, Steuerzahler oder Bürger der damaligen BRD, geschadet.

Mit seinem Verhalten hat KTzG letztendlich sich selbst geschadet. Sonst niemanden. Die Wissenschaftler, die u.a. seinen Rücktritt forderten, haben sich selbst geschadet. Sie sollten vielleicht ihre Arbeit vernünftig machen. In meinen Augen verdienen sie kein Mitleid.

Karl Theodor zu Guttenberg verdient Respekt und Verständnis für seine damalige Situation. Ich kann mich sehr gut in ihn hineinfühlen, obwohl ich nicht solche verantwortungsvolle Positionen inne hatte. Für mich ist es eine fast unlösbare Aufgabe, eine Frau und 3 Kinder durchzubringen, zu studieren und den Kindern ein guter Vater zu sein, da Kinder auch ein Recht auf ihren Vater haben. Das sollten ein Herr Trittin, eine Frau Künast oder die anderen “Politiker” erst einmal leisten.

Die Medienkultur in Deutschland sollte ebenso auf den Prüfstand gestellt werden. Begeht ein Mensch des öffentlichen Interesses einen Fehler, wird er in der Luft zerrissen. Seine guten Taten läßt man unterm Tisch fallen oder redet sie schlecht. Ebenso werden Angehörige oder Mitglieder der gleichen Partei in den Dreck gezogen. Alle werden über einen Kamm gescherrt. In was für  einer Gesellschaft leben wir eigentlich?

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Egoismus, Verständnislosigkeit, Verallgemeinerung, Habsucht und Machtgeilheit. Der Mensch zählt NICHTS mehr.

Ich weissage, dass Karl Theodor zu Guttenberg eines Tages zurückkommen wird. Dann wird niemand mehr sich an seinen Fehler erinnern.

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