15 Mrz
2011

“Energiepolitische Blindgänger” oder “argumentationsloses Kampfgeschrei und Konzeptlosigkeit”.  Reaktionen unseres derzeitigen Bundesumweltministers Norbert Röttgen (CDU), die genau das beschreiben, was ich über die Partei Bündnis90/Die Grünen denke. Jedoch habe ich nicht vor, von einigen Grünen “Politikern” verbal zerfleischt zu werden. Also habe ich mich anlässlich der Atomkatastrophe in Japan einmal mit den Fakten befasst und komme zu dem Schluss, dass Die Grünen heute noch genauso handeln wie vor 30 Jahren. Nur mit dem Unterschied, dass sie nicht mehr aktiv mit Steinen schmeißen sondern mit verbalen Felsbrocken. Hoffentlich werden sie eines Tages auch darunter begraben.

Meine persönliche Meinung zum Ausstieg aus der Atom- und Kernenergie:

Ich sage ganz deutlich: Atomkraft? Nein, danke.

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Ausstieg aus der Atomenergie richtig ist und auch schnellstmöglich vollzogen werden muss. Ich denke, die damals vom Ex-Umweltminister Jürgen Trittin angestrebten Abschaltungen im Jahr 2021 sind realisierbar. Jedoch bin ich absolut dagegen, die AKW´s in Deutschland sofort abzuschalten. Ich finde das Vorgehen der Bundesregierung absolut richtig.

Die Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Merkel hat die Laufzeitverlängerung zunächst für 3 Monate ausgesetzt und die Überprüfung der Sicherheitsstandards deutscher Atomkraftwerke veranlasst. Sicherlich ist es so, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, jedoch sind die Maßstäbe für Sicherheitsstandards in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Land. Die Bundesregierung sicherte zu, alles auf den Prüfstand zu stellen und keine Ausnahmen zu machen. Das ist meines Erachtens der richtige Ansatz. Auch wenn ich ein absoluter Gegner der Atomenergie bin, kann ich nicht die Augen vor drei Tatsachen verschließen:

1. Sollten wir alle AKW´s heute oder in den nächsten Tagen und Wochen abschalten, ist die Stromversorgung in Deutschland nicht mehr gesichert. Denn der Anteil der Bruttostromerzeugung in Deutschland beträgt ca. 22%. Lediglich Braunkohle hat einen etwas höheren Anteil von ca. 25%. Die sofortige Abschaltung wäre für den privaten Haushalt und ganz besonders für den Wirtschaftsstandort Deutschland fatal, weil die schon vorhandenen erneuerbaren Energiesysteme den Verlust der Kernenergie nicht abfangen könnten.
2. Der Ausstieg aus der Atomenergie zum jetzigen Zeitpunkt würde den Strompreis immens in die Höhe treiben. Für den Verbraucher würde der Strompreis exorbitant in die Höhe steigen, da die Erzeugungskosten von Kernenergie sehr niedrig sind. Die Verbraucherschützer sind jedoch anderer Meinung. Sie gehen davon aus, dass der Wegfall der Atomenergie lediglich eine Mehrbelastung von 50 Cent auf die Gesamtrechnung bedeuten würde. Dies kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
3. Sollten wir unsere AKW´s sofort abschalten, haben wir zwar die eigene Gefahr im Land gebannt, jedoch ist Deutschland nicht das einzige Land in Europa, was zur Zeit Strom aus Kernenergie bezieht. Unser Nachbar Frankreich – der nebenbei bemerkt 80% seines Stroms aus Kernenergie bezieht und weltweit bekannt für den Bau von Atomkraftwerken ist – müsste ebenso sofort aussteigen. Bei einem Super-Gau in Frankreich wären wir unmittelbar betroffen.

Dies sind die nackten Tatsachen. Jedoch werden diese Fakten von den Grünen gern verschwiegen. Und nicht nur das. Angesichts der Tatsache, dass in Japan über 10.000 Menschen beim Tsunami ums Leben gekommen sind und etliche Hunderttausende höchstwahrscheinlich an den Folgen der Strahlungen durch die expolodierten Atomkraftwerke sterben werden, haben die Grünen nichts Besseres zu tun, als ihre politischen Scheuklappen aufzusetzen, den Bürger für dumm zu verkaufen und aus den derzeitigen Ereignissen wahlstrategisch Kapital zu schlagen, um ihre Umfragewerte für die noch stadtfindenden Landtagswahlen in einigen Bundesländern zu verbessern. Sie entfachen wieder einmal eine Diskussion über den Atomausstieg, erwarten von der Bundeskanzlerin und vom Bundesumweltminister, dass sie zurücktreten und fordern den Bürger auf, CDU und FDP nicht zu wählen und begründen dies damit, dass diesen beiden Parteien nicht der Bürger am Herzen liegt, sondern die Lobby der Atomwirtschaft. Fakt ist jedoch, dass weder Grüne, noch SPD oder Linkspartei ein eigenes Konzept vorgelegt haben.

Außerdem: Wie hat denn die damalige Rot-Grüne Bundesregierung gehandelt? Sicherlich haben sie den Ausstieg aus der Atomenergie vorangetrieben. Nur warum hat diese Koalition nicht die AKW´s abgeschaltet, als sie die Möglichkeit dazu hatten? Haben sich die Grünen nicht von den Lobbyisten der Atomwirtschaft auch Honig um den Bart schmieren lassen? Ist es nicht so, dass sie sich von den Lobbyisten der erneuerbaren Energien haben kaufen lassen?  War es für die Grünen nicht politisch besser, einen Kompromiss mit der SPD einzugehen? Diese Fragen müssen sie sich gefallen lassen.

Beschäftigen wir uns einmal mit den erneuerbaren Energien. Ich habe mich dazu einmal mit den Vor- und Nachteilen der Windenergie und der Solarenergie befaßt. Die Windenergieanlage kann aufgrund der ständigen Rotation der Rotoren Windkraft in Energie umwandeln, jedoch nicht zu 100% sondern lediglich zu 75%. Das bedeutet, dass die Windenergie nicht voll ausgenutzt wird. Zudem stellen die Rotoren für Vögel eine Lebensgefahr dar, mal abgesehen davon, dass die Windkraftanlagen wunderschöne Landstriche verschandeln. Solarenergie jedoch kann zu 100% umgesetzt werden. Wir wissen aber alle, dass nicht jeden Tag die Sonne scheint. Also muss derjenige, der Strom aus Solarenergie bezieht, immer ein Speichermedium dazukaufen. Zudem hat man festgestellt, dass Solarenergie nicht emissionsfrei ist, die Herstellung und der Bau dieser Anlagen eine große Menge an Frischwasser und Chemikalien erfordert und das Recyceln der einzelnen Elemente umweltschädlich ist.
Schlussfolgend kann man also behaupten, dass die Grünen, die sich immer sehr naturverbunden darstellen, dies scheinbar gar nicht sind. Frei nach Heinz Erhardt:”Manche möchten immer glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben” trifft aus die Grünen voll und ganz zu.

Mein Fazit:
Ich finde  die Grünen unglaubwürdig und ihr wahlstrategisches Verhalten verabscheuungswürdig!!!!
Meine Damen und Herren von den Grünen: Bieten Sie zuerst Fakten und wettern sie dann. Vielleicht gewinnen sie dann wieder an Glaubwürdigkeit.

 

 

 

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13 Mrz
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